Geschäftsmodelle als Erfolgsfaktoren von Unternehmen
VUCA – ein Akronym, das aus der heutigen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken ist. Meist im Kontext der „VUCA-Welt“ beschreibt es die volatile, unsichere und komplexe Zeit, in der wir leben. Getrieben wird diese auch durch die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Im Fokus der aktuellen Veränderungen stehen Unternehmen aller Branchen.
Wie können Unternehmen in dieser zunehmend dynamischen und komplexen Welt erfolgreich bestehen?
Der Schlüssel liegt in einem grundlegenden Wandel – insbesondere in der strategischen Ausrichtung von Führung und kaufmännischen Prozessen. Es reicht nicht mehr, isolierte Lösungen zu suchen. Stattdessen müssen Unternehmen ihre Strukturen und Ansätze ganzheitlich aufeinander abstimmen, um flexibel, zukunftsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur so lassen sich die Herausforderungen eines turbulenten Marktumfelds meistern – ohne im Wettbewerb zu unterliegen. In der Vielfalt und Dynamik des Wettbewerbs setzt die dauerhafte Existenz eines Unternehmens die Entwicklung von zwei entscheidenden Fähigkeiten voraus: das Erkennen und das Nutzen von Chancen.
Für Führungskräfte resultiert daraus die wichtige Frage: „Wie kann ich in einer durch Wettbewerb geprägten Welt die Agilität meines Unternehmens erhöhen und permanent steigern?“. In gut geführten Unternehmen wird diese Aufgabe insbesondere dem Controlling zugewiesen, denn dessen Ziel ist die Steigerung der Effektivität und Effizienz in einer lernfähigen und lernbereiten Organisation.
Geschäftsmodelle als bedeutende Steuerungsobjekte
Das Geschäftsmodell ist ein entscheidender Faktor im Hinblick auf den (langfristigen) Erfolg eines Unternehmens. Ein modernes Controlling kann helfen, die richtigen Fragen zu stellen, um eben diesen zu reflektieren und infrage zu stellen, und damit den Blick auf das Wesentliche zu richten: Was macht das Geschäftsmodell erfolgreich? Welchen Nutzen bieten die Leistungen des Unternehmens? Wo hebt sich das Unternehmen von der Konkurrenz ab? Wie wird die hierfür notwendige Wertschöpfung strukturiert und organisiert? Wie werden hierdurch die strategischen Potenziale in operative Gewinne überführt?
Business Model Canvas als hilfreiches Steuerungsinstrument
Als Instrument für die Konzeption, Diskussion und Gestaltung von Geschäftsmodellen hat sich das Business Model Canvas etabliert. Durch seine klare Struktur ist es für Anwendergruppen mit unterschiedlichem Vorwissen leicht zugänglich. Es unterteilt Geschäftsmodelle in folgende Felder:
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Wertangebot: Welchen Wert bzw. Nutzen bietet das Geschäftsmodell seinen Kunden? Hier ist es für die Innovationsfähigkeit des Prozesses entscheidend, den eigentlichen Mehrwert unabhängig vom Produkt bzw. der Dienstleistung zu betrachten.

Quelle: http://www.startplatz.de/startup/business-model-canvas/
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Kunden: Je klarer die Zielgruppen definiert sind, desto präziser lässt sich das Geschäftsmodell auf sie ausrichten.
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Kanäle: Wie (über welche Kanäle) finden Wertangebot und Kundensegment zueinander? Dies umfasst die Bereiche Marketing, Transaktion und Logistik.
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Kundenbeziehungen: Hier ist die emotionale Komponente gemeint. Wie werden die Kunden erreicht, begeistert und gebunden?
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Umsatz: Wie generiert das Geschäftsmodell Einnahmen? Besonders interessant sind innovative Ansätze abseits des klassischen direkten Tauschs von Leistung gegen Geld.
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Schlüsselressourcen: Welche Ressourcen (z.B. Mitarbeitende, Immobilien, Technologie, Finanzmittel) sind in welcher Qualität und Quantität für die Umsetzung erfolgskritisch?
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Schlüsselaktivitäten: Welche Tätigkeiten sind – einmalig oder laufend – für ein Wirksamwerden des Geschäftsmodells notwendig?
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Schlüsselpartner: Welche Partner werden benötigt, um das Wertangebot umsetzen zu können?
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Kosten: Welche Kostenpositionen und -strukturen entstehen durch Aktivitäten, Ressourcen und Partner, ohne die das Geschäftsmodell nicht umsetzbar ist?
Wichtig in der Anwendung ist es, das Business Model Canvas nicht als stringenten Ablauf zu verstehen, sondern wiederkehrende Abstimmungsschleifen und regelmäßige Anpassungen bewusst zuzulassen.
Fazit
Die Ausrichtung des Geschäftsmodell kann über den (langfristigen) Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Sich mit diesem intensiv auseinanderzusetzen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen – und das in einem rekursiven Verfahren –, ist insbesondere in der heutigen schnelllebigen Zeit von großer Wichtigkeit. Einen ersten Anhaltspunkt bietet das Business Model Canvas als zugängliches Steuerungsinstrument.