Ein neues Jahr beginnt: Und Zyklen kennen kein Ende

Der Jahreswechsel ist ein besonderer Moment. Ein Moment, der das Bewusstsein schärft – und Raum für neue Möglichkeiten öffnet.

Ein neues Jahr beginnt: Und Zyklen kennen kein Ende

Ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt. Doch dieser Übergang ist mehr als ein bloßer Kalenderwechsel. Er lädt dazu ein, innezuhalten, Zusammenhänge zu erkennen und den Blick zu weiten. Gerade an solchen Punkten zeigt sich: Märkte, Rohstoffe und Werte bewegen sich nicht in Jahren, sondern in Zyklen – und diese reichen oft weit über einzelne Zeitabschnitte hinaus. So stellt sich nicht nur die Frage, was war, sondern auch: Was folgt daraus – und was kommt als Nächstes?

2025: Ein Jahr, das in Erinnerung bleibt

2025 war kein gewöhnliches Jahr für Edelmetalle. Gold stieg stark. Silber noch stärker. Für viele kam diese Entwicklung überraschend. Für andere war sie eine Bestätigung. Denn solche Bewegungen entstehen nicht über Nacht. Sie sind das Ergebnis von Entwicklungen, die sich über Jahre aufbauen: Leise, oft unbeachtet, manchmal unterschätzt. Und genau deshalb lohnt sich jetzt der Blick unter die Oberfläche.

Der Silbermarkt: Wenn Defizite strukturell werden

Der vielleicht wichtigste Punkt für Silber liegt nicht im Preis, sondern im Marktgleichgewicht.

 

Was diesen Zyklus besonders macht:

Die stark wachsende Silbernachfrage aus Solarenergie, Elektromobilität, AI, Robotik, Energiespeicherung und dem asiatischen Konsumentenmarkt trifft nicht auf einen ausgeglichenen Markt – sondern auf einen, der bereits seit fünf, inzwischen fast sechs Jahren in einem Angebotsdefizit steckt.

Und dieses Defizit ist nicht zyklisch, nicht kurzfristig, sondern strukturell.

Die Prognosen zeigen, dass sich dieses Angebotsdefizit in den kommenden Jahren weiter ausweiten dürfte, während neue Minenkapazitäten nur langsam, wenn überhaupt, nachkommen.
Oder anders gesagt: Die zusätzliche Nachfrage wird nicht auf einen entspannten Markt aufgesetzt, sondern auf einen, der bereits angespannt ist. Das ist der Teil, der diese Entwicklung so grundlegend macht.

Wenn der Markt übernimmt

Der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Elementum International AG, Prof. Dr. Hans J. Bocker, brachte es einst auf den Punkt: „Langfristig ist nichts und niemand stärker als der Markt.“. Was er damit meinte, ist einfach und zugleich entscheidend: Irgendwann setzen sich Angebot und Nachfrage durch. Nicht Narrative. Nicht Modelle. Nicht Papiermärkte oder Derivate. Wenn physische Knappheit auf reale Nachfrage trifft, beginnt der Markt, den Preis zu diktieren. Nicht umgekehrt.

Ein Blick zurück: 1979 ist mehr als eine Anekdote

1979 gilt bis heute als Referenzjahr. Gold – und insbesondere Silber – stiegen damals in Dimensionen, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben.



Vergleicht man die damalige Bewegung mit dem, was wir bislang gesehen haben, wird eines deutlich: Der wirklich explosive Teil solcher Zyklen kommt oft spät. Historisch betrachtet war der bisherige Anstieg – so eindrucksvoll er kurzfristig erscheinen mag – eher moderat bis normal im Kontext großer Rohstoffzyklen. Das bedeutet nicht, dass Geschichte sich wiederholen muss. Aber sie zeigt, was möglich ist, wenn Marktkräfte einmal vollständig übernehmen.

2026: Keine Prognose, sondern eine Perspektive

Was bringt 2026? Niemand kennt die Antwort.

Und genau darin liegt die Stärke dieses Moments. Denn Zuversicht entsteht nicht aus Preiszielen, sondern aus Verständnis. Nicht aus Timing, sondern aus Positionierung. Edelmetalle waren nie dafür gedacht, kurzfristige Fragen zu beantworten. Sie waren immer dafür da, langfristige Orientierung und Ruhe zu geben.

Ein neuer Anfang bedeutet nicht Vergessen. 

Ein neues Jahr heißt nicht, alles hinter sich zu lassen. Es heißt, bewusst weiterzugehen. Mit Erfahrung. Mit Gelassenheit. Mit dem Wissen, dass Werte nicht jeden Tag glänzen müssen, um ihren Zweck zu erfüllen.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis zum Jahresbeginn: Nicht jedes Jahr muss spektakulär sein – aber jedes Jahr darf sinnvoll sein.

Zuversicht ist eine Entscheidung

Zuversicht bedeutet nicht, alles zu wissen. Sondern darauf zu vertrauen, dass Substanz trägt – auch dann, wenn der Weg unklar ist. Gold und Silber haben Generationen begleitet. Nicht, weil sie immer steigen. Sondern weil sie bleiben. Und vielleicht ist das die schönste Perspektive für 2026: Nicht die Frage, wie hoch – sondern wie fundiert.

Elementum wünscht Ihnen einen klaren, souveränen Start ins neue Jahr 2026. Möge es ein Jahr sein, in dem Zuversicht, Substanz und Weitsicht Ihren Weg begleiten.

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