Nicht auf den Preis schauen, sondern auf die Menge: Warum die aktuelle Silberkorrektur eine Chance ist
Wer in den vergangenen Monaten täglich auf den Silberpreis geschaut hat, dürfte überrascht gewesen sein. Nachdem Silber Ende Januar noch nahe der Marke von 130 USD gehandelt wurde, notiert der Preis inzwischen wieder bei 60 USD je Feinunze. Für manche Anleger mag dies zunächst enttäuschend wirken. Doch wer langfristig denkt und die Grundlagen erfolgreicher Edelmetallstrategien versteht, erkennt darin vor allem eines: Eine Chance.
Ronald Stöferle bleibt für Edelmetalle optimistisch
Ronald Stöferle, geschäftsführender Gesellschafter der Incrementum AG und Herausgeber des weltweit renommierten In Gold We Trust Reports, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit dem Handelsblatt weiterhin ausgesprochen positiv zu den Perspektiven von Edelmetallen. Elementum International AG ist seit vielen Jahren Premiumpartner des In Gold We Trust Reports.
Trotz zwischenzeitlicher Rückgänge betont Stöferle: „Es kommen noch einige gute Jahre auf Gold zu.“ Für das Ende dieses Jahrzehnts hält er sogar Goldpreise von rund 8.900 USD je Unze für möglich. Als wesentliche Treiber nennt er die hohe globale Verschuldung, strukturelle Inflationstendenzen, die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken sowie eine zunehmende monetäre Bedeutung von Gold im internationalen Währungssystem.
Besonders interessant ist seine Aussage, dass Gold inzwischen in den Reserven der Zentralbanken eine größere Bedeutung erlangt hat als US-Staatsanleihen und dass zahlreiche Schwellenländer ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren wollen.
Was bedeutet das für Silber?
Historisch betrachtet reagiert Silber häufig deutlich stärker als Gold, sowohl nach oben als auch nach unten. Gerade deshalb erleben Anleger bei Silber regelmäßig Phasen hoher Volatilität. Doch genau hier liegt häufig der Denkfehler vieler Investoren: Sie konzentrieren sich auf den aktuellen Preis und den momentanen Depotwert. Erfolgreiche Edelmetallanleger konzentrieren sich dagegen auf etwas völlig anderes: Auf die Menge ihrer Edelmetalle. Denn letztlich entscheidet nicht der aktuelle Tagespreis über den langfristigen Erfolg, sondern wie viele Gramm Gold und Silber sich im eigenen Besitz befinden. Die wichtigste Frage lautet nicht: „Was ist mein Silber heute wert?“
Die wichtigere Frage lautet: „Wie viel Silber besitze ich heute im Vergleich zu vor einem Jahr?“. Wer monatlich oder regelmäßig Edelmetalle kauft, profitiert vom sogenannten Durchschnittskosteneffekt. Sinkende Preise bedeuten dabei nicht automatisch einen Nachteil. Im Gegenteil: Für denselben Geldbetrag erhält man mehr Silber als zuvor. Während viele Anleger fallende Kurse fürchten, können langfristig orientierte Sparer ihre Bestände in solchen Phasen besonders effizient ausbauen.
Ein einfaches Beispiel: Bei einem Silberpreis von 120 USD erhält man für 1.000 EUR deutlich weniger Silber. Bei einem Silberpreis von 60 USD erhält man für dieselben 1.000 EUR doppelt so viel Silber. Der Anleger erhöht dadurch seine Metallmenge schneller und verbessert gleichzeitig seinen durchschnittlichen Einkaufspreis.
Die wahre Stärke einer Edelmetallstrategie
Edelmetalle sollten nicht wie kurzfristige Spekulationsobjekte betrachtet werden. Gold und Silber dienen seit Jahrtausenden als Vermögensschutz und Kaufkraftspeicher. Wer diesen Gedanken verinnerlicht, beginnt anders zu denken: Nicht in Euro. Nicht in Dollar. Sondern in Gramm. Die entscheidende Kennzahl lautet dann nicht mehr: „Wie hoch ist mein Kontostand?“ Sondern: „Wie viele Gramm Gold und Silber besitze ich?“ Genau aus diesem Grund verfolgen viele Elementum-Kunden eine langfristige Strategie mit regelmäßigen Käufen und nutzen Marktschwankungen bewusst zu ihrem Vorteil.
Mehr Metall statt mehr Emotionen
Die Finanzmärkte leben von Emotionen. Euphorie in steigenden Märkten und Angst in fallenden Märkten führen oft zu schlechten Entscheidungen. Eine Edelmetallstrategie sollte genau das Gegenteil bewirken: Ruhe. Disziplin. Langfristigkeit. Wer jeden Tag auf den Kurs schaut, erlebt zwangsläufig emotionale Schwankungen. Wer dagegen auf die Entwicklung seiner Metallmenge blickt, erkennt häufig etwas ganz anderes: Sein Vermögen wächst kontinuierlich weiter – unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen.
Das Gold-Silber-Ratio als zusätzlicher Hebel
Bei Elementum verfolgen viele Anleger zusätzlich die bewährte Gold-Silber-Ratio-Strategie. Historisch wechseln sich Phasen der relativen Stärke von Gold und Silber immer wieder ab. Wer diese Zyklen intelligent nutzt, kann seine Edelmetallmenge langfristig sogar erhöhen, ohne zusätzliches Kapital einzusetzen. Das Ziel besteht dabei nicht darin, möglichst viele Euro zu besitzen. Das Ziel besteht darin, über die Jahre immer mehr Gold und Silber zu besitzen.
Fazit
Die aktuelle Silberkorrektur mag auf den ersten Blick enttäuschend erscheinen. Für langfristige Anleger kann sie jedoch genau das Gegenteil sein: Ein Geschenk. Ronald Stöferle sieht den übergeordneten Edelmetall-Bullenmarkt weiterhin intakt und verweist auf zahlreiche langfristige Treiber für Gold und Silber. Wer regelmäßig investiert, profitiert gerade in schwächeren Marktphasen vom Durchschnittskosteneffekt und kann seine Edelmetallbestände zu attraktiveren Preisen ausbauen. Deshalb lohnt es sich, den Blickwinkel zu verändern: Schauen Sie nicht täglich auf den Preis. Schauen Sie auf die Menge. Denn langfristig entscheidet nicht der aktuelle Kurs über Ihren Vermögensaufbau, sondern wie viel Gold und Silber Sie tatsächlich besitzen.
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